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Festivals

Masters Of Hardcore – Russia Edition

Über die Masters of Hardcore Russland, ein kleines Girl auf großen Abenteuern und die Bedeutung von Hardcore Worldwide. Die MoH World Club Tour machte Halt in Moskau und wir waren für euch vor Ort – alle Eindrücke davon, jetzt im Review!

Ich sitze momentan im Flugzeug von Moskau Richtung Wien und wenn ich so an die letzten Tage zurückdenke, muss ich einfach schmunzeln. Ich habe die liebenswertesten Menschen kennengelernt, eine unglaublich faszinierende Stadt gesehen, die aufregendsten Momente erlebt und wieder einmal hautnah auf mich wirken lassen, was Hardcore Worldwide wirklich bedeutet. Aber lasst uns ganz von vorne beginnen.

Als im Hard Facts Büro die Idee von Masters of Hardcore Russland aufkam, dachten wir uns erst “Nein, so bekloppt sind wir dann auch nicht.” Doch nach längerem Nachdenken stand der Entschluss – Lydi fliegt nach Russland! Nach Ausgaben in Österreich, Holland und Spanien musste ich einfach sehen, wie die Hardcore Szene in Russland funktioniert.

Über das Line Up hatten wir hier schon berichtet, doch ich fasse es nochmal kurz zusammen: Von russischem Support durch unter anderem Bloodfire, bishin zum King of Hardcore Angerfist himself war alles mit dabei. N-Vitral, Tha Playah, Deadly Guns, D-Fence und natürlich die Anthem Maker Access One und Mc Tha Watcher. Falls ihr “Relentless”, das MoH Russland Anthem, verpasst haben solltet, kann ich empfehlen es sich hier direkt anzuhören.

Фестиваль в России

Übersetzt bedeutet diese Überschrift “Ein Festival in Russland”, denn ich möchte euch nicht nur zum Vibe etwas erzählen, sondern auch wie der Festival Ablauf gestaltet war. Und zu meiner Verwunderung war dies, verglichen zu europäischen Partys, gar nicht so unterschiedlich. Die Location, das Adrenaline Stadium, war bereits zu Beginn gut gefüllt und die russischen Party People sichtlich motiviert. Einlass-Kontrollen (etwas strenger als gewohnt), Garderobe, jede Menge an Bars (russische Preise sind übrigens gut für die Geldbörse), tapezierte Timetables, Videowalls und Gabber so weit das Auge reichte. Bis auf die Sprachbarriere erinnerte ehrlich gesagt alles an ein ganz normales Hardcore Festival, doch trotzdem war es irgendwie anders.

Der Hype der russischen Hardcore Anhänger war immens und mit je mehr Menschen ich mich unterhielt, umso mehr wurde mir bewusst, wie besonders diese Veranstaltung in diesem Land war. Des öfteren hörte ich in dieser Nacht Geschichten von russischen Feiernden, die Wege von über 8 Stunden zurückgelegt hatten, um an dieser Party teilzunehmen. Hardcore ist in Russia etwas besonderes und auch etwas seltenes! Außer der mittlerweile jährlichen Masters of Hardcore und dem Under Pressure Festival gibt es keine Veranstaltungen, auf der Gabber ihre “Idole” und favourite DJs live sehen können. Und für diese Erfahrung ist ihnen kein Weg zu weit und kein Aufwand zu viel. Genau dieser ausschlaggebende Punkt war deutlich spürbar – es war etwas Besonderes und jeder Anwesende genoss diese Möglichkeit in vollen Zügen.

Der große Unterschied

Ich sprach mit Angerfist Fans, die seit letztem Jahr schon die Tage zählten, bis der Artist wieder nach Russland zurückkehrte. Unterhielt mich mit kleinen, lokalen Hardcore DJs, die mir erzählten wie schwer es ist in ihrem Land Hardcore zu produzieren, da es zu einer Art von unterdrückter Musik gehört. Hörte mir Storys von Menschen an, die mir mit leuchtenden Augen, von ihrer ersten Veranstaltung in den Niederlanden erzählten und ich feierte in einer Menge von Russen, die kein Wort von dem verstanden was ich sagte, als würden wir uns schon ewig kennen.

Aber ich bekam auch die Schattenseiten zu Ohren. Ich hörte von Partys, die vom russischen Staat auf brutale Art und Weise gesprengt wurden und auch immer noch werden. Bekam von Geschehnissen berichtet, wie schwer es wirklich sei, ein Veranstalter dieser Art von Festivals in diesem Teil der Welt zu sein. Und auch wenn ich nicht alles darüber verraten darf, eines kann ich euch mit Sicherheit sagen: Diese Dinge kann man in keinster Weise einem Musikfestival in unserer gewohnten Gegend gegenüberstellen!

Ich denke man kann mir meinen Spaß-Faktor förmlich ansehen / Instagram: Lydiskindoffestivals

Hardcore Worldwide

Was bedeutet eigentlich Hardcore Worldwide? Das Gefühl und die Bedeutung von weltweiter Liebe zur Musik, sowie der wortwörtlich grenzenlose Zusammenhalt zwischen so unterschiedlichen Menschen. Das durfte ich zum wiederholten Male in Moskau erleben. Es kommt nicht darauf an, ob man die selbe Sprache spricht (props to Google Translate an dieser Stelle), die selbe Hautfarbe hat oder die selben politischen Ansichten teilt. Denn wenn Tausende Russen jedes einzelne Wort von “Trip to Holland” auf holländisch grölen und man sich zum Bass des Masters of Hardcore Anthems in den Armen liegt, spielt nichts davon auch nur einen Hauch einer Rolle. Wir sind Hardcore, wir sind Musik, wir sind eine Familie, die jedes Mitglied voller Wärme aufnimmt – WELTWEIT! Ich bin stolz ein Teil dieser Familie zu sein und ich möchte die Erlebnisse der letzten Tage nie wieder missen, denn:

“TOGETHER WE ARE MOH”

Fotos und Videos der russischen Ausgabe der Masters of Hardcore findet ihr in den nächsten Tagen unter anderem anderem auf meinem Instagram Profil “Lydiskindoffestivals“. Falls ihr euch also nicht nur für die Geschichte, sondern die ganzen Eindrücke meines Abenteuers interessiert, lasst mir doch ein Follow da!

Für die Neugierigen unter euch: Noch mehr Details und Infos über den gesamten Trip findet ihr in unserem Podcast, der heute Abend online geht. Klickt euch also gerne hier rein, erlebt meine Aufregung hautnah und erhaltet noch weitere Informationen über die World of Core, Riot Shift in München und die Dediqated.

Aber damit nicht genug für diese Woche, denn morgen geht es schon weiter in unsere geliebten Niederlande auf eine ganz besondere Party und zwar Dediqated – 20 Years of Q-Dance. Auf welche Art von Story ihr euch dort freuen könnt? Hier gibt es schonmal einen kleinen Hint dazu.

Lydia
“I want to represent an idea, possibilities. I want to represent the idea that I can create whatever I want to create.” - Bogotá, Miss K8 & Angerfist

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